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Feierliche Inbetriebnahme der Biomethananlage Zittau
GICON als Projektentwickler und Generalplaner
2008 hat die GICON von der ENSO Energie Sachsen Ost AG den Auftrag zur Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie zur Errichtung einer Biogasanlage am Standort Zittau erhalten. Gemeinsam mit den Stadtwerken Zittau plant die ENSO AG die Ausweitung ihrer Aktivitäten im Bereich erneuerbarer Energien und findet in der GICON einen geeigneten Partner für die gesamte Projektentwicklung. 2009 wird hierfür durch die ENSO AG sowie die Stadtwerke Zittau eine eigene Projektgesellschaft, die Biomethan Zittau GmbH, gegründet.
Vier Jahre später, am 04.05.2012, wurde die Biomethananlage, die am Firmenstandort der Stadtwerke Zittau in der Friedensstraße errichtet wurde, feierlich in Betrieb genommen.
Die GICON hat als Projektentwickler die komplette Substratakquisition in Deutschland, Tschechien und Polen übernommen, Substratverträge erarbeitet und den Auftraggeber bei den Vertragsverhandlungen mit polnischen Landwirten unterstützt. In der Funktion als Generalplaner wurden das Anlagenkonzept und die Vor- und Entwurfsplanung für die Biomethananlage erarbeitet, die Leistungen funktional ausgeschrieben und verhandelt und der Genehmigungsantrag erstellt. Der Teil Infrastruktur und die Einspeise- und Rückverdichteranlage wurden durch GICON im Auftrag der Stadtwerke Zittau GmbH als Netzbetreiber über alle Leistungsphasen geplant. Im Rahmen der Bautätigkeiten erfolgte eine begleitende Betreuung. Weiterhin wurden Wirtschaftslichkeitsberechnungen zu geeigneten Konzepten eines Einsatzes des Biomethans in Kraft-Wärmekopplung im zentralen Fernwärmenetz sowie Inselnetzen der Stadt erarbeitet.
Die Biogasanlage, die im Wesentlichen mit Mais-, Gras- und Getreideganzpflanzensilage betrieben wird, erzeugt im Volllastbetrieb ca. 1.000 Normkubikmeter Rohbiogas pro Stunde und speist dieses nach entsprechender Aufbereitung auf Erdgasqualität seit dem 1. April 2012 in das Netz der Stadtwerke Zittau GmbH ein. Für die Biogaserzeugung kommt ein konventionelles Nassvergärungsverfahren zum Einsatz, die Aufbereitung erfolgt mittels Druckwasserwäsche. Die nachwachsenden Rohstoffe zur Biogaserzeugung kommen zu großen Teilen aus Polen. Das Substrat wird auf polnischer Seite geerntet, gelagert und siliert. Die logistische Abwicklung wurde an regionale Dienstleister auf deutscher und polnischer Seite vergeben. „Mit dem Projekt wird grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Dreiländereck ganz praktisch gelebt, der nachhaltige Wechsel von fossilen zu regenerativen Ressourcen vollzogen und die Region gestärkt“, sagte Matthias Hänsch, Geschäftsführer der Biomethan Zittau GmbH anlässlich des Festaktes.
Die GICON dankt an dieser Stelle der ENSO AG, den Stadtwerken Zittau GmbH und der Biomethan Zittau GmbH für das entgegen gebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.












