GICON-Höhenwindturm erreicht Weltrekordhöhe von 365 Metern
Schipkau, [28.09.2026] - Der GICON-Höhenwindturm in Schipkau hat am heutigen Tag seine endgültige Höhe von 365 Metern erreicht. Mit einer Nabenhöhe von 300 Metern ist die Anlage die höchste Windenergieanlage der Welt und zugleich das zweithöchste Bauwerk Deutschlands. Die Teleskopierung des Innenturms markiert den entscheidenden Meilenstein bei der Realisierung des von der Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND beauftragten Pilotprojekts.
Beim Hub wurde der Innenturm mit einem speziellen Litzenhubsystem auf seine endgültige Höhe gefahren. Das Verfahren erforderte präzise technische Abläufe und die sorgfältige Abstimmung aller Arbeiten. Nach dem Erreichen der Zielhöhe wurde der Innenturm in seiner ausgefahrenen Position fixiert. Abschließende Arbeiten am Höhenwindturm werden noch einige Tage in Anspruch nehmen. Die offizielle Inbetriebnahme des Höhenwindturms ist für November geplant.
Prof. Dr. Jochen Großmann, Gründer und Vorsitzender der Geschäftsleitung der GICON, sagt:
„365 Meter - das ist ein überwältigender Moment für unser gesamtes Team. Was lange eine anspruchsvolle Idee und dann ein ebenso anspruchsvolles Bauvorhaben war, steht nun als weltweit einzigartige Anlage in Schipkau. Dieser Weltrekord gehört allen, die mit ihrem Wissen, ihrem Einsatz und ihrer Ausdauer dazu beigetragen haben - auf der Baustelle und in den vielen Teams hinter dem Projekt. Darauf sind wir bei GICON außerordentlich stolz."
Der Höhenwindturm nutzt die in größeren Höhen stärkeren und gleichmäßigeren Windverhältnisse. Dadurch kann er bei gleichem Rotordurchmesser etwa den doppelten Energieertrag einer konventionellen Windenergieanlage erzielen. Die Pilotanlage wird mit einer Nennleistung von 3,8 MW in Betrieb genommen; für zukünftige Anlagen sind Nennleistungen von mehr als 7 MW vorgesehen.
Dr. Martin Chaumet, Innovationsmanager bei der Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND, erklärt:
„Das von GICON und Prof. Großmann erfundene, entwickelte und gebaute Höhenwindrad macht aus einer mutigen innovativen Idee eine konkrete Lösung für eine ortsnahe und flächenschonende Energieversorgung der Zukunft. Mit dem Erreichen der Weltrekordhöhe ist ein außergewöhnlicher Meilenstein geschafft, zu dem wir allen an der Errichtung Beteiligten gratulieren. Das Höhenwindrad, als erste vom Aufsichtsrat der SPRIND genehmigte Sprunginnovation, zeigt, wie diese in die Anwendung kommen. SPRIND und GICON haben es in einer für die Wind-Industrie einzigartig schnellen Zeit umgesetzt. Wir erinnern dankend an Prof. Bendix, der uns das Thema Höhenwind direkt zur Gründung der SPRIND nahegebracht hat."
Mit der Fertigstellung der Pilotanlage soll nun die Skalierung des Systems vorbereitet werden. Ziel ist es, so schnell wie möglich mit der Serienfertigung zu beginnen. In Deutschland besteht nach bisherigen Potenzialabschätzungen die Möglichkeit, bis zu 4.000 Höhenwindtürme in bereits bestehenden Windparks als sogenannte zweite Etage nachzurüsten. Damit könnte zusätzliche Windenergie erzeugt werden, ohne neue Windparkflächen erschließen zu müssen. GICON entwickelt gemeinsam mit SPRIND ein Konzept zur zukünftigen Vermarktung des Höhenwindturms und steht dazu mit vielen Interessenten aus der Windenergiebranche im Austausch.
Über den GICON-Höhenwindturm
Der GICON-Höhenwindturm ist eine von GICON entwickelte Technologie, die Windenergieanlagen in größere Höhen bringt, um dort stärkere und gleichmäßigere Windverhältnisse zu nutzen. Die Pilotanlage in Schipkau erreicht eine Nabenhöhe von 300 Metern und eine Gesamthöhe von 365 Metern. GICON errichtet die Anlage im Auftrag der Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND.